rezension „neue heimat“ (inkl rezept)

neue heimat tim mälzer

© Matthias Haupt

kennt ihr das auch, ihr seid zwar nur eine woche auf urlaub aber selbst nach dieser kurzen zeit sehnt man sich nach heimischem essen. so gings mir auch grade nach unserer auszeit letzte woche – obwohl das essen dort ausgezeichnet und abwechslungsreich war, hatte ich lust auf schnitzel & co. für diesen fall ist das neue kochbuch von tim mälzer „neue heimat“ genau das richtige.

in seinem neuen werk definiert mälzer heimat für sich/uns neu. deutsches essen sind nicht mehr (nur) köngisbergerklopse, frikadellen und schupfnudeln, es ist viel mehr eine mischung der kulturen von italienisch, über levantinisch bis hin zu asiatisch. in durch das buch verstreuten texten schreibt er dabei immer wieder über den heimatbegriff und was er für ihn bedeutet, aber auch dass es zb maultaschen in ihren varianten überall auf der welt gibt – in japan mögen sie gyoza heißen, in polen piroggen, momos in nepal und sambusas in somalia, der grundgedanke ist gleich. so findet man in „neue heimat“ nicht die althergebrachten deutschen rezepte, sondern jene fusionsgerichte die die heutige küche prägen.

„außergewöhnlich“ auch die kapitelgestaltung – gibt es doch einen eigenen abschnitt der sich nur mit hack beschäftigt und einen mit wurst (was für die deutsche küche passend ist). man findet rezepte wie knödelauflauf mit bohnen-tomaten-salat, kartoffel-hacktorte, köngisberger klopse nach art der abruzzen mit olivenreis und bratwurst asia. süßes darf natürlich nicht fehlen deswegen gibt es einen brot-und-butter-pudding a la florentiner, baklava und griessschnitten. besonders die haselnuss honigstreusel haben es mir angetan – super crunchy, karamellig und nussig passen sie super zum morgendlichen obstteller mit griechischem yoghurt, aber auch zu vanilleeis und als topping für fruchtkompott, bowls etc. das rezept dafür kann ich euch nicht vorenthalten, unbedingt nachmachen! kann man auch gut auf vorrat einfrieren (entweder gebacken oder den rohen teig)

fazit: „neue heimat“ verpasst der deutschen küche eine neue, aktualisierte identität und lädt mit seinem rezeptemix auf eine reise ein sich selbst auf Forschung zu begeben.

anmerkung: das rezensionsexemplar wurde mir netterweise kostenlos vom verlag zur verfügung gestellt.

haselnuss honigstreusel

haselnuss honigstreusel

  • 125 g mehl
  • 75 g gemahlene haselnüsse
  • 50 g gehackte haselnüsse
  • 100 g zucker
  • 1 msp zimt
  • 1 prise salz
  • 100 g kalte butter
  • 2,5 el honig

mehl, gemahlene und gehackte haselnüsse, zucker, zimt und salz mischen. butter in kleine stücke schneiden und mit 2 el kaltem wasser zugeben. alles mit den Händen oder mit den knethaken des handrühres (oder der küchenmaschine, meine bevorzugte variante) zu streuseln verkneten. 30 min kalt stellen.

backofen auf 190° vorheizen. streusel auf einem mit backpapier belegten blech verteilen. im heißen ofen auf der mittleren schien 10 min goldgelb backen. mit 1 el honig beträufeln und weitere 5 min backen.

streusel am besten mit einem pfannenwender wenden und erneut mit 1 el honig beträufeln. 5 min weiterbacken. mit 1/2 el hong beträufeln und auf dem Backblech abkühlen lassen (frisch aus dem ofen sind sie noch eher weich, werden beim auskühlen aber knuspriger).

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