rezension: „no need for meat“

no need for meatandreas bär läsker, manager der fantastischen vier, hat vor kurzem das buch „no need for meat“ herausgebracht. ich war ehrlich gesagt überrascht, dass er seit einigen jahre überzeugter veganer ist. wenn ich mir ihn so ansehe würde ich eher steak und ähnliches in seiner ernährung vermuten. aber da sieht man mal wieder, dass man nicht nach dem äußeren eindruck gehen sollte. der untertitel des buches „oder: vegan ist, wenn man trotzdem lacht“ lässt schon vermuten, dass man im buch auch eine gehörige portion humor finden wird.

so beschreibt er sehr ausführlich und witzig seinen persönlichen weg zum veganen leben, gibt tipps wie man selbst die umstellung auf vegan gut vollziehen kann und nennt das buch einen „teilautobiographischen ernährungsumstellungs-inspirationsratgeber mit illustriertem kochbuchanteil“. was es auch sehr genau trifft und somit meinem kritikpunkt – zu viel text für ein kochbuch – den wind aus den segeln nimmt.

die texte werden dann quasi immer wieder unterbrochen von rezepten und sehr anschaulichen fotos. die rezepte an sich sind abwechslungsreich, nicht alle unbedingt mit dem obligatorischen tofu (den ich ja so gar nicht mag) gespickt und auch (großteils) nicht einfach eine vegane version von nicht veganen rezepten. ich finde es ja immer sehr fraglich wenn manche leute so extrem auf vegan oder vegetarisch pochen und dann aber ebensolche ersatz-fleisch/wurstprodukte zu sich nehmen. da wundere ich mich immer, warum man so gegen tierische produkte ist, wenn man anscheinend aber nicht auf den geschmack verzichten kann. aber gut, jeder wie er meint. mein persönliche ernährungsphilosophie ist da ja eher so, zu essen wonach der körper gerade „schreit“, aber in maßen.

man findet rezepte wie gefüllte rondini (ist eine zucchini-sorte), auberginen-erbsen-bruschetta (dabei dienen die auberginen als brot und sind mit einem gut gewürzten erbsenpüree belegt), power-riegel (kuchenförmig riegel aus haferflocken, nüssen, schokolade und einem fruchtbrei). aber auch von haus aus vegane rezepte wie hummus oder falafal dürfen natürlich nicht fehlen.

sehr hilfreich und informativ finde ich die infoboxen zu jedem rezept. in ihnen werden erklärungen, tipps, nährstoffe etc zur jeweiligen hauptzutat gelistet. das bietet einen netten mehrwert.

ich würde sagen dieses buch ist für alle jene sehr gut geeignet die sich noch nicht so sehr mit der veganen lebensweise auseinandergesetzt haben und hier mal einen guten ersten einblick bekommen wollen. für all jene die selbst bereits „vegan-profis“ sind, sind evt. zu wenig rezepte enthalten, auch wenn die texte sehr amüsant sind.

anmerkung: auch wenn der trias verlag mir freundlicherweise ein rezensionsexemplar zur verfügung gestellt hat, spiegelt diese rezension meine unbeinflusste meinung wieder.

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